
Unser Patenboot
Am 15.
März 1988 lief auf der Lürssen-Werft in Lemwerder das erste neue
Schnelle Minenkampfboot der Klasse 343 vom Stapel und wurde auf den Namen
„Hameln“ getauft.
In Anwesenheit vom Generalinspekteuer der Bundeswehr, Admiral Wellershoff,
hielt Staatssekretär Professor Dr. Timmermann vom Verteidigungsministerium
die Taufrede, und Frau Wellershoff nahm die traditionelle Sekttaufe vor.
Oberbürgermeister Dr. Kock und Oberstadtdirektor Dr. von Reden-Lütcken
waren als Repräsentanten der Stadt Hameln ebenso wie der damalige Vorsitzende
der Marinekameradschaft Hameln, Julius Faron, zum Taufakt und zum offiziellen
Empfang geladen.
Oberbürgermeister Dr. Kock dankte der Bundesmarine für ihre schnelle
Entscheidung, nach der Ausserdienststellung des Patenbootes „Pluto“ lückenlos
eine neue Patenschaft folgen zu lassen.
Das Schnelle Minenkampfboot, mittlerweile in Schnelles Minensuchboot „Hameln“ umbenannt, wurde am 29. Juni 1989 im Marinestützpunkt Olpenitz in Dienst gestellt und die Patenschaft zur Stadt offiziell durch OB Dr. Kock und dem Kommandanten, Kapitänleutnant Johannes Rathgens, besiegelt.

MINENSUCHBOOT Hameln-Klasse 343
Dieses Minensuchboot ist als Zweirollenfahrzeug konzipiert, das sowohl Minen suchen und räumen kann. Daher ist es für die Aufnahme von 60 modernen Minen auf Schienen ausgelegt und mit modernen Kommando- Überwachungs- und Fernmeldesystemen wie z. b. Satellitennavigation, LINK 11 Führungs- und Informationssystem, adaptivem Kurs- und Bahnregler ausgestattet. Seine Hauptaufgabe Minensuchen stützt sich auf ein konventionelles, nachgeschlepptes Minenräumgerät sowie auf einen geschleppten Hohlstab für Räumeinsätze gegen Minen mit magnetischen und akustischen Zündsystemen ab.
Die technischen Daten:
Einsatzverdrängung:
620 t
Leistung : 3.400 kW (4600 PS)
Geschwindigkeit : ca. 17 kn
Besatzung : 37
Bewaffnung : 2 x 40 mm Geschütze
Fliegerfaust
Minenräum-und Minenlegeausstattung
Fünf Minensuchboote der Klasse SM 343 (Hameln-Klasse) wurden unter der Regie von STN-Atlas in Bremen zu Hohlstablenkbooten der Klasse 352 (Ensdorf-Klasse) umgebaut. Hierzu gehören Hohlstäbe, dies sind ferngelenkte kleine Boote, die das Magnetfeld sowie die Akustik eines großen Schiffes simulieren können. Sie&xnbsp; heißen SEEHUNDE, operieren in großer Entfernung von der Führungsplattform und können auch nach der Aktivierung einer Mine aufgrund ihrer stabilen Bauart weiter verwendet werden. Ferner gehört zur Ausrüstung auch die leistungsfähige Minenabwehrdrohne „Seefuchs“, mit der auf Abstand Ankertauminen bekämpft werden können.
Was ist gleich geblieben?
- Die äußere Hülle des Bootes scheint unverändert. Nur im Detail werden dem aufmerksamem Betrachter Einzelheiten ins Auge fallen.
- Die Minensuchfähigkeit in Form des Sperrgeschirrs ist weiterhin voll vorhanden. Durch diese Komponente wird die Beseitigung von Ankertauminen gewährleistet.
- Die Fähigkeit der Luft- und Seezielbekämpfung wird durch die beiden 40 mm Geschütze gesichert.
Was ist neu?
1. Zum Waffensystem HL-Boot „Hameln“ gehören 4 Seehunde, die ferngelenkt und unbemannt geführt werden können.
2. Durch diese neue Komponete ist die „Hameln“ in der Lage, sowohl Ankertauminen als auch Grundminen aus sicherer Entfernung zu bekämpfen.
3. Die Einwegdrohne „Seefuchs“ komplettiert das System 352.&xnbsp; Hiermit werden aufgespürte Minen detektiert und bekämpft. Dadurch ist die Führungsplattform nicht gezwungen über Minen zu laufen.
4. Zudem hat sich die Besatzungsstärke auf 45 Mann erhöht.
Hier nun noch einige Fotos.
Durch klicken auf ein Bild wird die Abbildung vergrößert.
Und hier noch das Modell-Portait eines Kartonmodells dieser Schiffsklasse im Maßstab 1:250.